„Monotypen“ von Maja Linke ist eine subjektive Forschung über das Bild der Deutschen in Lehrwerken für Deutschlerner. Während eines Projekts untersuchte die Künstlerin den Einfluss dieser beim Aufbau eines Deutschlandbildes. Wie präsentiert sich Deutschland im Ausland und wie werden die Deutschen beschrieben? Sie befragte Studenten des Goethe-Instituts in Ankara (Türkei) und zeigt auf, wie diese die Lehrmaterialien wahrnehmen, welche Themen sie bevorzugen und vorschlagen. Die Interviews wurden von der Künstlerin gesammelt und mit Textbeispielen von der CD, die dem Lehrwerk beiliegt, zusammengestellt.
Das Hauptaugenmerk liegt auf der Vermittlung von Stereotypen in den jeweiligen Büchern, die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) für Integrationskurse genehmigt wurden und nun das Fundament für viele Deutschkurse sind.
Nach Ansicht der Künstlerin ist das in den Lehrwerken präsentierte Deutschlandbild eine stereotypische Verzerrung. Wenn das dargestellte Modell einer Gesellschaft, in das die Lerner integriert werden sollen, der Wahrheit entspricht, dann ist es keine Gesellschaft von denkenden Individuen, sondern von passiven Verbrauchern.