„For a better world“ von Barbara Hlali ist ein Trickfilm aus Handzeichnungen. Sie geht davon aus, dass Bilder die man von Kriegen in den Medien sieht, nur selten berühren. Im Kopf bleiben eher Worte, Beschreibungen von Situationen. In diesem Film unternimmt die Künstlerin den Versuch, zu diesen Worten gedankliche Bilder zu finden, sich in Situationen hinein zu versetzen. Sie geht der Frage nach, was Krieg für einzelne Menschen bedeutet. Es ist ein Plädoyer gegen den Versuch, Überzeugungen mit Gewalt durchzusetzen.
Die zweite Arbeit, die die Künstlerin präsentieren wird, heißt „Busayyah“. Gezeigt wird eine sunnitische Stadt im Irak. 2005 suchte ein Team von Ermittlern nach einem Massengrab von Kurden. In der Wüste wurden die Überreste von ca. 500 Menschen, wahrscheinlich Angehörige des Barzani-Clans, gefunden, ausgegraben und in weiße Säcke sortiert. Sie dienten als Beweise im Prozess gegen Saddam Hussein.
Im Film nähert sich die Künstlerin, auf abstrakte Weise dieser Thematik. Ausgehend davon wird die einfache Tätigkeit des Papierfaltens und -zusammenbindens in Kombination mit Zeichnungen auf dem TV-Bildschirm zu einer Veranschaulichung des Gedankens an Vergänglichkeit und Tod.