Muchas pequeñas cosas
hechas por muchas personas
en muchos pequeños lugares
podrán cambiar la faz de la Tierra
 

Katia Klose

„Späte Stille“ von Katia Klose besteht aus großformatigen Portraits ehemaliger Heimkinder und einer Toninstallation. Gezeigt werden ehemalige Heimkinder aus bundesdeutschen Erziehungsheimen in den Jahren zwischen 1950 und 1970. Sie verbrachten unter heute unvorstellbaren Bedingungen ihre Kindheit im Abseits der Gesellschaft; zwischen Nachkriegszeit und deutschem Wirtschaftswunder. Die Personen auf den monumentalen, überlebensgroßen Bildern bleiben für sich und entziehen sich dem direkten Blick des Betrachters. Die Künstlerin wollte keine direkte Konfrontation des Portraitierten mit dem Betrachter inszenieren, keinen direkten Blickwechsel einrichten, keinen Betrachter, der denkt zu sehen und zu wissen. Halbseitig abgebildet besteht für die Fotografierten die Möglichkeit einen Teil ihrer Person für sich zu behalten. Ein Schlüssel zum Verständnis des Kontextes liefern die Originalstimmen, die über Kopfhörer von dem Tag berichten, an dem sie ins Heim gebracht worden sind. Der Zustand der vergangenen Kindheit wird als fragiler und verletzlicher Raum thematisiert. Es entsteht ein Augenblick des Rückblicks, der Rückbesinnung auf die prägenden Geschehnisse der einzelnen Lebensumstände. Gewagt wird ein Blick in die Gegenwart, die nach 50 Jahren erneut über geschlossene Heime und verwahrloste Kinder diskutiert.             

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