Der Fingerabdruck ist bei jedem Menschen einzigartig und verändert sich ab dem vierten Schwangerschaftsmonat nicht mehr. Aus diesem Grund wird der Fingerabdruck zur eindeutigen Identifikation eingesetzt und kann als “Urbild” des jeweiligen Menschen gesehen werden. Argentinien hat, als weltweit erstes Land, bereits 1896 die Daktyloskopie als Identifizierungssystem eingesetzt und Verbrecherinnen und Verbrecher anhand ihrer Fingerabdrücke identifiziert.
Die Arbeit ”Pars Pro Toto” von Julia Gaisbacher besteht aus acht Fingerabdrücken verschiedener Personen. Sie werden überdimensional abgebildet, sind in diesem Sinne moderne Portraits des 21. Jahrhunderts und sollen auf die Individualität jedes einzelnen Menschen hinweisen sowie die zunehmende Präsenz des Überwachungsstaates verdeutlichen. (Fotos: Udo Baldauf)