Mittelpunkt des Projekts „Moskauer Straße“ von Mirko Tzotschew ist eine Straße, die durch das Neubaugebiet Frankfurt/Oder-Nord, der Heimat des Künstlers, führt. Anfang der 70er Jahre wurde es neu erbaut und bot für Familien in dieser Zeit ungeahnten Raum. Nach der Wende verblasste der Zauber sehr schnell und 2002 wurde der totale Abriss beschlossen. Eine Rückkehr zu den eigenen Wurzeln wurde damit unmöglich.
Mirko Tzotschew begann 2003 mit der Arbeit an dem Projekt, das insgesamt 50 Motive umfasst. Die Arbeit besteht aus 3 Serien, die letzte begann im Frühjahr 2007. Die zweite Serie, die 2005 fertig gestellt wurde, zeigt bereits die Veränderungen, die Lücken werden größer. An die Stelle von Gebäuden treten nun Erinnerungen. Die Bilder sind ein Teil der Erinnerungen aus der Kindheit des Künstlers, sie sind sehr verzerrt, schemenhaft, düster und dauerhaft.